Viele deutsche Spielerinnen erwischt es bereits in der ersten Qualirunde

Von Michael Stock

Die letzte Begegnung des Tages lief gestern Abend noch, auf dem Centre Court standen sich die Rumänin Arina Gabriela Vasilescu und die Deutsche Emily Seibold gegenüber. Für Letztere sah es zur Mitte des Matches nicht gerade rosig aus – wie bei so vielen deutschen Spielerinnen an diesem ersten Qualifikationstag auf der Anlage des TC Bildechingen.

Turnierdirektor brauchte mit Blick auf das vorläufige Ergebnistableau nicht viel Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen: »Nicht nur, dass es so viele Deutsche erwischt hat, interessant ist auch, dass es keine Dreisatz-Siege gab und alle Gesetzten gewonnen haben.« Das spreche schon für ein Gefälle innerhalb des Pools. Aber Seibold spielte ja noch.

Über die vorangegangene neutrale Auslosung war nicht jede mit ihrem Los zufrieden. Als Natalia Siedliska den Centre Cort betrat und Shaline-Doreen Pipa auf dem Platz begrüßte hängte sie noch ein »so eine doofe Auslosung, oder?« hintendran, wohl wissend, dass man erst vor Kurzem in der Punkterunde aufeinander getroffen ist, einer Bundesligapartie. Dabei schien die für den TC Ludwigshafen aufschlagende Siedliska aber vergessen zu haben, dass sie Pipa seinerzeit im Match-Tiebreak geschlagen hatte.

Diesmal machte sie es deutlich kürzer. Zwar immer wieder genervt von äußerlichen Einflüssen gewann sie am Ende doch deutlich mit 6:3/6:3. Raus war damit die bis dahin sechste Deutsche. Davor hatte es schon Antonia Schmidt (1:6/1:6), Amelie Carolin Kurpiers (1:6/0:6), Jule Niemeier (3:6/1:6), Mina Hodzic (3:6/2:6) und Lara Schmidt (3:6/4:6) erwischt. Weiter kam hingegen Katharina Hering nach ihrem 6:1 und 6:4-Sieg gegen die Japanerin Himari Sato.

Und zwei weitere sollten sich noch dazugesellen. Später unterlagen nämlich noch Antonia Blattner (3:6/0:6) und auch Katharina Jager, die sich nach ihrer 1:6/2:6-Niederlage gegen Federica Bilardo aus Italien per Küsschen auf den Kopf von ihrem Vater trösten ließ.

Die Italienerin indes war hin und weg, nur einen Platz weiter spielte nämlich ihre Landsfrau Anna-Giulia Remondina und besiegte Suzan Lamens aus den Niederlanden. Sie verfolgte das Spiel deswegen so genau, weil sie mit Blick aufs Tableau wusste: »Gewinnt sie, treffen wir am Dienstag aufeinander, das ist wunderbar«, so die 19-Jährige nach der Partie.

Seibold zwang ihre Gegnerin Arina Gabriela Vasilescu schließlich doch noch in den dritten Satz, laut Bürkle zum Abschluss »das Match des Tages« – und es gewann tatsächlich noch Emily Seibold.