„Nicht mal reinspielen geht“

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„Nicht mal reinspielen geht“

Katharina Hobgarski konnte sich gestern noch so sehr strecken, am Ende musste sie ihrer Gegnerin zum Sieg gratulieren. Bild: Wagner

Katharina Hobgarski ist gestern im Viertelfinale des AHG-Cups ausgeschieden. In das heutige Halbfinale zog dagegen Katharina Gerlach ein, sie bezwang Chiara Scholl sicher mit 6:1 und 6:2.

28.07.2018 SASCHA EGGEBRECHT

Es war nicht der Tag der Katharina Hobgarski. Im Viertelfinal-Match des 25000-US-Dollar-Turnierts gegen die Polin Katarzyna Piter wollte zunächst gar nichts klappen. Zudem haderte die Deutsche mit ihrer Bespannhärte. Bei den heißen Temperaturen hätte sie wohl ein paar Kilos mehr auf den Schläger bringen sollen. Hatte sie aber nicht. Beim Stand von 0:3 wechselte Hobgarski dann ihr Racket – ohne Erfolg. Schnell ging der Satz mit 0:6 verloren. Es konnte im zweiten Durchgang eigentlich nur noch aufwärtsgehen.

Zunächst blieb das Bild auf dem Platz aber unverändert. Alle längeren Ballwechsel gingen an die quirlige Polin und als die nächste Vorhand ins Aus flog, schimpfte Hobgarski: „Nicht mal reinspielen geht.“ Nach diesem Wutausbruch wurde es dann aber besser – auch, weil Pita nicht mehr so sicher spielte und einige unnötige Fehler machte. Fast ganz geschenkt bekam das Porsche-Talent-Team-Mitglied das Spiel zur 5:2-Führung geschenkt. Denn die Polin machte einen Doppelfehler und verschlug eine vermeintlich leichte Rückhand. Am Ende schaukelte Hobgarski den Satz mit 6:4 nach Hause, wohlwissend, dass ihre Leistung immer noch nicht berauschend war.

Im dritten Satz wirkte Pita dann schon etwas müde. Die Folge: weitere Fehler und eine 3:1-Führung für Hobgarski. Doch irgendwie war die Körpersprache der Deutschen auch nicht auf Sieg gestellt. Immer wieder war sie unzufrieden mit ihrem Spiel und blickte immer fragend zu ihrem Coach, der auf einem Stuhl das Match verfolgte. Bis zum 4:4 brachte die Polin einmal ihr Service durch. Ansonsten gab es nur Breaks. Die Deutsche schimpfte erneut: „Ich habe keine Vorhand mehr.“ Mit einem Ass ging Pita dann mit 5:4 in Front. Danach ging bei Hobgarski nichts mehr. Um 19.22 Uhr verwandelte die Polin ihren ersten Matchball und schrie ihre Freude mit einem „Come on“ raus.

Nicht so spannend, weil einseitig, verlief davor die Partie zwischen Katharina Gerlach und Chira Scholl. Die für den TC Nagold spielende Scholl erwischte gestern einen Tag zum Vergessen. Während es bei Hobgarski schlecht lief, gelang der US-Amerikanerin, an Position zwei gesetzt, gar nichts. Immer wieder wollte Scholl ihre Gegnerin mit Stoppbällen ans Netz locken. Dies gelang schon deshalb nicht, weil die Versuche meist im Netz landeten. Aber auch die Grundschläge wollten einfach nicht klappen. „Ich kenne Chiara gut. Sie ist eine gute Spielerin, aber heute hat sie viel zu viele Fehler gemacht und ich habe echt wenige Fehler gemacht“, sagte Gerlach nach dem einseitigen Spiel, das sie mit 6:1 und 6:2 gewann.

Somit zog die 20-Jährige als einzige Deutsche in das heutige Halbfinale ein. Vor dem Turnier in Bildechingen hat das Porsche-Talent-Mitglied bereits in Darmstadt bei einem 25000-US-Dollar-Turnier erfolgreich gespielt. „Ich habe dort erst im Finale verloren.“ In Essen schaffte sie immerhin auch noch den Sprung in die Vorschlussrunde. Der jetzige Erfolg des Talents könnte auch mit der Anlage in Bildechingen zu tun haben. „Ich finde das Turnier klasse und ich fühle mich hier pudelwohl“, lobte sie die Turnierverantwortlichen.

2018-07-28T10:41:51+00:00 28. Juli.2018|Kategorien: Spielerinnen|

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